JFF
Prof. Dr. Franz Josef Röll (Hochschule Darmstadt)

JFF:
Medienerziehung in
Kindertagesstätten

- zwischen Schutz und Freiraum
- heterogene Ansichten
- Inhalteanbieter im Netz kritisch sehen

- Wie nutzen Kinder das Internet? Welche Freiräume brauchen sie in der Medienwelt? Wo müssen wir sie schützen? Welche pädagogischen Ansätze gibt es? Diesen Fragen ging die Fachtagung des JFF – Institut für Medienpädagogik unter dem Titel „Zwischen Schutz und Freiraum: Herausforderungen kompetenter Mediennutzung“.

Zentrale Befunde der Studie sind:

1. Heterogenität in den Konzepten von Kindertagesstätten wird deutlich Digitale und mobile Medien werden in den Konzeptionen der Einrichtungen auf unterschiedliche Arten thematisiert. Während einige der Einrichtungen digitale Medien in ihren Konzeptionen nicht aufgenommen haben und aus einigen Konzeptionen auch nicht hervorgeht, wie Medienerziehung in den Einrichtungen stattfindet, beschreiben andere Häuser in ihren Konzeptionen konkret, wie sie ihre medienpädagogische Arbeit umsetzen.

JFF
Fachtagung des JFF

2. Persönliche Einstellungen wiegen mehr als äußere Rahmenbedingungen Eine ebensolche heterogene und vielfältige Struktur wie in den Konzepten, zeigt sich in den Haltungen von pädagogischem Personal zum Einsatz digitaler Mediengeräte in ihren Einrichtungen.

3. Ausrangierte Mobiltelefone gehören häufig zur Ausstattung von Betreuungseinrichtungen Annäherungen an digitales Spielen in Kindertagesstätten verdeutlicht eine große Deckungsgleichheit mit den heterogenen Ansichten von pädagogischem Personal.

Ein grundlegender Befund der Studie ist, dass digitale Medien in allen Einrichtungen des Samples angekommen sind – allerdings nicht unbedingt in der pädagogischen Arbeit. Mit Blick auf die analysierten Konzeptionen fällt positiv auf, dass Medienerziehung bei einem Großteil der Einrichtungen im Konzept eine Rolle spielt.

Das Lernen in realen Lebensbezügen – so auch in Online-Medien –, für das sich Prof. Dr. Franz Josef Röll (Hochschule Darmstadt) aussprach, setze eine Komplementärpädagogik voraus, in der alle Beteiligten ihre Stärken einbringen und voneinander lernen könnten. So könne auch der Erfahrungsraum Internet als sinnstiftende Möglichkeit des Autonomiestrebens junger Menschen gestaltet werden. Kritisch hingegen müsse die Rolle der Anbieter von Inhalten im Internet gesehen werden.

cubetto
Programmierroboter Cubetto

Cubetto:
Denken und Programmieren

- Holzroboter für Kinder
- für Kinder anfassbar
- frühkindliche Bildung

- Der Holzroboter Cubetto führt Kinder an abstraktes Denken und Programmieren heran und kommt dabei ganz ohne Bildschirm aus. Bunte Bauklötze machen das Thema für Kinder anfassbar und unmittelbar erlebbar. diese Herangehensweise wird Cubetto auch in Montessori-Einrichtungen geschätzt.

Cubetto wurde bereits mit zahlreichen Auszeichnungen prämiert und war 2017 für den deutschen Kindersoftwarepreis TOMMi nominiert. Unternehmensgründer und Erfinder Filippo Yacob wurde 2017 vom Forbes-Magazin unter die besten "30 unter 30" in Europa gewählt.

cubetto
abstraktes Denken und Programmieren

Ein weiteres Gründungsmitglied ist Valeria Leonardi. Die zweifache Mutter und Unternehmerin setzt sich leidenschaftlich für das Thema frühkindliche Bildung ein. Mit Cubetto haben sie 2016 das bisher am höchsten durch Crowdfunding finanzierte Edtech-Projekt in der Geschichte der Crwodfunding-Plattform Kickstarter gestartet.
cubetto
in Montessori-Einrichtungen
JFF
Medien in Kindertageseinrichtungen

JFF-Studie:
Kindergärten
im digitalen Wandel

- Studie des JFF–Instituts
- welche Haltung Fachkräfte einnehmen
- mehrheitlich zum Alltag geworden

- Welche Rolle spielen mobile Medien in Kindertageseinrichtungen? Welche Fragen und Anliegen ergeben sich bei pädagogischen Fachkräften, wenn es um die Medienerziehung der Jüngsten geht? Kinder befinden sich mittlerweile häufig mindestens einen halben Tag lang in einer Kindertagesstätte oder werden nach der Schule noch in Horten begleitet. Somit verlagern sich auch Themen rund um die Mediennutzung der Kinder in die Betreuungseinrichtungen, und Fachkräfte stehen vor der Herausforderung, sich dem Einzug
digitaler Medien in die Lebenswelten von Kindern zu stellen, der mehrheitlich längst Alltag geworden ist.

Der Blick in Betreuungseinrichtung zeigt, wie unterschiedlich und individuell Fachkräfte sich zur Mediennutzung von Kindern positionieren: So strebt ein Teil der Einrichtungen den Einsatz mobiler Medien aktiv an und entwickelt auch seine Konzepte dahingehend weiter. Andere Fachkräfte grenzen dagegen reale und digitale Welten deutlich voneinander ab und legen den Fokus dementsprechend auf das Erlernen von Basiskompetenzen und Spielen ohne die Nutzung mobiler Mediengeräte. In aller Regel sind Umsetzungen medienerzieherischen Handelns im professionellen Kontext eng verwoben mit den persönlichen Haltungen. Insbesondere Einrichtungsleitungen kommt hier eine tragende Rolle zu. Durch die Erhebungen wird klar erkennbar, dass eine Diskussion um Medienerziehung in Bezug auf digitale Welten in Kindertagesstätten noch ganz am Anfang steht.

aktiver Einsatz mobiler Medien

Vor diesem Hintergrund legt das Projekt Mobile Medien in der Familie in der aktuellen Projektphase den Blick auf Fachkräfte aus Kindergärten und Horten. Anliegen ist es, nachzuvollziehen, welche Haltung Kindertagesstätten zu mobilen Medien einnehmen, inwiefern Aspekte der Medienerziehung in den Konzepten der Einrichtungen verankert werden und ob ein aktiver Einsatz mobiler Medien durch die Fachkräfte erfolgt. Einblicke in bayernweit 30 Einrichtungen geben die Möglichkeit, vielfältige Herangehensweisen aufzunehmen, die auch infrastrukturelle, lebensweltliche und persönliche Aspekte berücksichtigen. Auf diese Weise werden erste Bestandsaufnahmen zu Kindertageseinrichtungen und ihren Umgang mit mobilen Medien generiert.
Hewlett Packard
digitale Transformation
auch in der Bildung

HP:
Chromebook für
das Klassenzimmer

- drei neue Chrome von HP
- Google-for-Education-Programme
- Tools für die Lehre

- Der Einsatz von Chromebooks in Schulen treibt die digitale Transformation in der Bildung mit einfachen und handlichen Lösungen voran. Mit der Ankündigung von drei neuen Chrome OS-basierten Geräten baut HP jetzt seine Position als Marktführer in diesem Segment weiter aus: Das HP Chromebook 11 G6 Education Edition, das HP Chromebook 14 G5 sowie die HP Chromebox G2 profitieren dabei auch von den neusten Verbesserungen des Google-for-Education-Programmes.

leichte Bedienung

Zu den Stärken des Google-for-Education-Ökosystems zählen die Einfachheit und die leichte Handhabung. Die Entwicklung des Chrome-Ökosystems bietet Schulen dabei passende Tools für die Lehre und das Lernen. Google Classroom macht zudem das Lernmanagement einfach, indem es die nahtlose Zusammenarbeit ermöglicht. Mit der G Suite for Education können Schülern in einer kollaborativen Umgebung mit Hilfe von Tools wie Gmail, Docs, Sheets, Drive und Hangouts kreativ lernen und arbeiten.

Die Chromebooks wurden mit Blick auf die Gewohnheiten und Anforderungen von Schülern und Lehrern entwickelt.

JIM-Studie:
Digitalkids verlieren
Bezug zur realen Welt

- Whatsapp führt vor Instagram
- Konsequenzen für soziale Kompetenzen
- Narzissmus, Egoismus dominieren

- Die aktuelle JIM-Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest zeigt die derzeitigen Nutzungsprioritäten Jugendlicher eindrücklich – und leider auch erschreckend: 94 Prozent der Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren tauschen sich in Deutschland regelmäßig über WhatsApp aus.

Snapchat auf Platz 3

Auf Platz zwei der mindestens mehrmals pro Woche genutzten Kommunikationsanwendungen steht Instagram (57 Prozent), knapp dahinter liegt Snapchat mit 49 Prozent regelmäßigen Nutzern.

Damit ist das Kommunikationsverhalten Jugendlicher nunmehr komplett in die virtuelle Welt abgedriftet.

„Diese besorgniserregende Entwicklung muss zu einem Aufschrei in unserer Gesellschaft führen“, so Verbandspräsident Prof. Dr. Gerald Lembke und hauptamtlicher Professor für Digitale Medien an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg.

„Es ist nach der aktuellen JIM-Studie eben nicht nur die Durchdringung in der Breite der jugendlichen Zielgruppe, sondern auch in die Tiefe, gemessen in der täglichen Nutzungsdauer“, so Lembke weiter.

3 1/2 Stunden
Smartphone pro Tag

Die aggregierte Bildschirmzeit betrage in den Spitzengruppen bis zu sieben Stunden pro Tag, durchschnittlich schauten Jugendliche in Deutschland bis zu dreieinhalb Stunden täglich auf ihr Smartphone, zum größten Teil auf WhatsApp und ähnliche Dienste – und verlören somit die sie umgebende Umwelt aus dem Blick.

„Damit werden originäre Kulturtechniken wie das persönliche Aufeinanderzugehen in realen Welten für immer mehr Jugendliche schwieriger, weil diese Zeit durch die virtuelle Kommunikation substituiert wird. Das wird Konsequenzen für die sozialen Kompetenzen in nahezu allen Unternehmen mit sich bringen“, fürchtet Lembke.

„Die Zusammenarbeit zwischen Individuen, die in einer von Narzissmus, Egoismus und Entertainment dominierten Digitalwelt groß werden, wird in Zukunft die größte Herausforderung für die Wirtschaft, insbesondere für das Personalmanagement und die Führungskräfte werden. „Noch werden die jungen Leute von älteren Führungskräften angeleitet. Das mögen die Digitalkids nicht – und die Chefs auch nicht.“

Bitkom Smarte Schule
Befragung von Jugendlichen

Bitkom:
Nur jeder zehnte
Jugendliche kann
programmieren

- Bitkom-Bildungsinitiative
- offene Coding-Werkstatt
- 850 Schulen kooperieren

- Programmierkenntnisse werden in der digitalen Welt immer wichtiger, aber nur wenige können schon im Jugendalter selbst coden:
Gerade einmal jeder zehnte Jugendliche (11 Prozent) kann eigene Programme schreiben oder Webseiten erstellen, wie eine repräsentative Befragung des Verbands Bitkom unter 10- bis 18-Jährigen ergab. Um das Interesse an digitalen Technologien zu fördern, veranstalten die Bitkom-Bildungsinitiative erlebe IT und der interkulturelle Verein Mar de Colores im Rahmen der internationalen Code Week, die noch bis 22. Oktober stattfindet, eine offene Coding-Werkstatt. Informationen zu Ort, Inhalten und Anmeldung finden sich hier. Im laufenden Jahr hat erlebte IT bereits 100 Projekttage an Schulen im ganzen Bundesgebiet durchgeführt. Neben dem Heranführen an das Programmieren geht es in den Workshops und Fortbildungen, die sich an Schüler, Lehrer und Eltern richten, auch um die offene Coding-Werkstatt, wie etwa Erkennen von Fake News, Schutz der Privatsphäre in sozialen Netzwerken oder das Erstellen kreativer Videoprojekte. Mit der Initiative erlebe IT werden Kinder und Jugendliche durch entdeckendes und projektorientiertes Lernen an Digitalthemen herangeführt. Die Initiative erlebe IT setzt sich seit 2009 für die Vermittlung von Digitalkompetenzen an deutschen Schulen ein. Bundesweit kooperieren 850 Schulen mit erlebe IT. Finanziell ermöglicht wird die Initiative durch die Sponsoren Deutsche Telekom, Arvato Systems, Cisco, Datev, Deutsche Post und SAP.

Snuggly Rascals
Snuggly Rascals

Snuggly Rascals:
Stirnband-Kopfhörer
für Kinder

- acht verschiedene Motive
- Stirnband aus weichem Fleece
- Lautstärke begrenzt

- Die britischen Stirnband-Kopfhörer „Snuggly Rascals“ werden ab Ende Oktober mit acht verschiedenen Motiven im Handel erhältlich sein. Ihr Markenzeichen: Die Kopfhörer sind in ein Stirnband aus weichem Fleece integriert, größenverstellbar und auf eine unbedenkliche Lautstärke begrenzt. Ein Team von Vätern, die selbst kleine Kinder haben, verfolgte bei der Entwicklung der Snuggly Rascals ein gemeinsames Ziel: Kopfhörer zu entwerfen, die ihre Kinder lieben, die zugleich deren Ohren schützen und dabei noch bequem zu tragen sind – so waren die Stirnband-Kopfhörer Snuggly Rascals geboren. Der Name (deutsch: knuddelige Racker) ist Programm: Die Stirnbänder bestehen aus bequemem Fleece-Stoff und zeigen mit Motiven wie Pinguin, Giraffe, Monster oder Flugzeug verschiedenste kindgerechte Designs.
Snuggly Rascals
Stirnband-Kopfhörer

Die flachen Lautsprecher, deren Position verstellbar ist, sind von weichem Fleece umhüllt.

Die Lautsprecher können leicht aus dem Stirnband entfernt und dieses somit in die Waschmaschine gesteckt werden. Klebrige Finger werden also nicht zum Problem. Zudem ist die Lautstärke auf unter 85 Dezibel begrenzt. Sorgen um das lärmempfindliche Gehör der Kinder sind demnach unbegründet. Außengeräusche werden von den Snuggly Rascals ebenfalls gedämpft – ein zusätzlicher Schutzfaktor.

Die Kopfhörer sind ab Ende Oktober bei Amazon, Otto, Lidl, Real, Expert (Online) und beim Hersteller im Internet erhältlich. Preis: rund 18 Euro. Für Kinder ab drei Jahren.

Snuggly Rascals
Außengeräusche gedämpft

SCHAU HIN!:
Smartwatch nicht zur
Kontrolle von
Kindern einsetzen

- Alternative zum Smartphone
- unabsichtliche Online-Käufe
- Eingriff in Freiräume des Kindes

- Wenn Kinder auf weiterführende Schulen kommen, entscheiden sich inzwischen zahlreiche Eltern für eine Smartwatch als Alternative zum Smartphone.

Die kinderfreundlichen Modelle sollen viele Vorteile bieten: leichte Bedienung, einfache Kontaktmöglichkeit, geringe Risiken.

Eltern können sie aber auch zur Überwachung nutzen. Die Initiative „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“ empfiehlt Eltern, die Uhren nicht dafür einzusetzen, um ihre Kinder stärker zu kontrollieren. Längere Unterrichtszeiten, ein neuer und oftmals weiterer Schulweg – Eltern möchten ihre Kinder erreichen. Viele Smartwatches sind auf die Kommunikation zwischen Eltern und Kind spezialisiert. Doch auch Kontroll-Funktionen wie eine GPS-Ortung sind häufig integriert. Diese Möglichkeit sollte jedoch nur in Absprache mit dem Kind und in echten Notfällen genutzt werden,

rät der Elternratgeber SCHAU HIN!. Vorteile der Uhren, die speziell auf Kinder zugeschnitten sind: Die Eltern haben eine Übersicht darüber, mit wem ihr Nachwuchs telefoniert, schreibt und Sprachnachrichten austauscht, da die Kontakte vorher von den Eltern auf der Smartwatch hinterlegt werden müssen. Zum Telefonieren wird eine SIM-Karte direkt in die Uhr eingesetzt, über das Handgelenk können Anrufe erledigt und empfangen werden, ohne dass das Kind ein eigenes Mobiltelefon besitzt. Zudem ist ein Zugang zum Internet mit den Kinder-Smartwatches meist unmöglich. Damit werden unabsichtliche Online-Käufe, das Betrachten unangemessener Inhalte und die Weitergabe sensibler Daten vermieden.


Einige Modelle bieten kleine Spiele oder eine Kamerafunktion an. Schulleitungen haben die technische Entwicklung dabei genau im Blick – in manchen Schulen müssen Kinder fortschrittlichere Modelle, etwa mit Internetzugriff und Nachrichtenfunktion, bei Klausuren bereits abgeben. Überwachungsmöglichkeiten in Smartwatches wie GPS-Ortung oder „Voice Monitoring“ – bei dem die Eltern die Umgebungsgeräusche des Kindes hören, selbst aber nicht gehört werden können – stellen einen Eingriff in die Freiräume des Kindes dar. Sie sollten daher nur in Ausnahmefällen und nicht ohne Einverständnis des Kindes genutzt werden. Im schlechtesten Fall kann das Vertrauen zwischen Eltern und Nachwuchs nachhaltig beeinträchtigt werden.